Montag, 16. Februar 2015

My wearabilty project oder wie 2015 Alles anders wird # Teil 1



So da bin ich mal wieder.
Nach einer langen Zeit der Flaute wo mich keine sieben Pferde dazu bringen konnten Fotos meiner selbstgenähten Werke zu schießen ist es nun wieder so weit dass ich diesen Blog wieder etwas beleben möchte. Für mich, als Denkhilfe, vor allem aber auch zu Dokumentations Zwecke, um besser Bilanz ziehen zu können und einen ordentlichen Überblick zu bewahren.
Das Jahr 2014 war durchaus produktiv und auch von zahlreichen „näherischen“ Erfolgen geschmückt. Es wurden Kleider, Röcke und Shirts produziert die ich auch zum größten Teil letzten Sommer getragen habe. Das ist ja schon mal gut und schon ein riesen Fortschritt zu 2013.
In meiner Bemühung den Kleidungsgeschäften fern zu bleiben bin ich auch 2014 standhaft geblieben. Seit nun 2 Jahre (26 Monate um genau zu sein) habe ich bis auf Schuhe und ein bisschen Unterwäsche nichts mehr von der Stange gekauft. Hurra!!!!
Diese Abstinenz hat aber auch zu einer erstaunlich schnellen natürlichen Auslese geführt und ich konnte mich peu à peu von wirklich abgetragenen Kleidungsstücken trennen. Auch das ist an sich ein guter Schritt in Richtung 100% Me Made aber es birgt auch einige Tücken: so musste ich mich Schlag auf Schlag von meinen beiden schon zu Tode geflickten lieblingsjeans trennen. Und das war nicht so schön. Das war der absolute Tiefpunkt in meinem ganzen „ich-nähe-mir-meine-Garderobe-selbst-Vorhaben“.Aber auch der Anfang vom Neu-Anfang.


Keine Jeans mehr.
Und den Willen auch keine mehr zu kaufen…
denn Jeans sind ja nun wirklich das am wenigsten nachhaltige Kleidungsstück überhaupt.
Daran musste ich schon eine Weile kiefeln. Aber zum Glück war es Sommer und ich hatte ein paar Monate Zeit um mich mit dem Thema HOSE zu beschäftigen ohne zu befürchten halbnackt rumlaufen zu müssen. Ein paar erste Anläufe, waren nur mäßig befriedigend verlaufen und ich hatte schon angst ich würde den Winter in Röcken und Kleider überstehen müssen…

Also kam der Herbst und der Druck wurde immer grösser nun endlich eine Hose zu produzieren in der ich mich auch wirklich wohlfühlte. Aber dazu kam noch eine schleichende andere Frage…
Nähe ich wirklich intelligent?
Werde ich wirklich meine ganze Garderobe selbst nähen können OHNE ständig dieses alte bekannte Gefühl zu haben: verflixt, nun habe ich frisch gekauft- äh genähte Sachen und trotzdem nichts zum Anziehen?
Mich beschlich das Gefühl dass ich beim Nähen genau den gleichen Fehler machte wie früher beim Einkaufen.
Aber was genau mache ich falsch?


Nun, nach langem Grübbeln viel es mir wie Schuppen von den Augen: Mein größter Feind ist der IMPULS.


Der Impuls der mich Stoffe kaufen lässt weil sie gerade billig oder besonders hübsch sind, der Impuls der mich Schnitte downloaden lässt weil mir die Version von Bloggerin XY so gut gefallen hat…
Damit unterscheidet sich ja mein Nähverhalten in keinsterweise von meinem RTW Kaufverhalten. WTF??
Und der hat schon immer zu Frust geführt.

Wenn also meine Näherei dazu führt dass ich meine Energie, meine Freizeit und letztendlich auch mein Geld in etwas hineinstecke wo auf der anderen Seite  lauter zwar ganz hübsche Teile rauskommen die aber erst recht wieder nur im Kasten hängen,

DANN HABE ICH MEIN ZIEL VERFEHLT!
 
Denn ich möchte nicht nur eine 100% Me Made Garderobe sondern auch eine Garderobe mit der ich zufrieden bin und nicht zuletzt die ich gerne trage...die aus  wenigen aber Hochwertige Stücke besteht die sich untereinander gut kombinieren lassen um genügend abwechslung zu garantieren.
Also musste sich etwas ändern.

Somit erkläre ich 2015 als das Jahr in dem ich meine (sebstgenähte) Garderobe in den Griff bekommen möchte:


  • Keine impulsiven Käufe mehr
  • Gut überlegtes Nähen mit hochwertigen Materialien
  • Aufbau einer Basis Garderobe



Kleidung aussortieren

Meinen ersten Schritt setzte ich wären der Weihnachtsfeiertage: ich hängte kurzentschlossen die Türen meiner Kleiderschränke aus und schaffte mir 1  Roll-Kleiderstange an um mal gründlich auszusortieren und einen erbarmungslosen Blick auf das Innere des Angeklagten zu behalten.

der nackte Schrank


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen